EU Bericht zum Markt der wissenschaftlichen Publikationen

Die EU hat am 6.10.2006 eine Zusammenfassung der Antworten auf ihre öffentliche Konsultation zur ökonomischen und technischen Evolution des wissenschaftlichen Publikationsmarktes in Europa veröffentlicht.

study on the economic and technical evolution of the scientific
publication markets in Europe
(European Commission, Research Directory-General Directorate L
Science, economy and society; Governance and ethics; 6.10.2006)

Als zentrale Ergebnisse der Umfrage (170 Rückäußerungen: 60 Forscher, 35 akademische Organisationen, 58 Bibliotheken, 17 Verlage) werden genannt:
– die professionelle Verbreitung wissenschaftlicher Information wird auch in Zukunft als sehr wichtig angesehen.
– Die meisten Befragten stimmen den Empfehlungen und Schlüssen der Studie zu, während Verlage im allgemeinen kritisch bleiben.
– Es gibt eine signifikante Unterstützung der Empfehlung, dass aus öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsergebnisse auch öffentlich zugänglich sein müssen (Open Access); Einige Verlage haben hier Bedenken.
– Langzeitarchivierung wird als sehr wichtig angesehen und stehe im engen Zusammenhang mit der freien Zugänglichkeit der Dokumente.
– Mehrere Antworten betonen den starken Zusammenhang zwischen Themen der wissenschaftlichen Publikation und der European Digital Library initiative of the Information Society Directorate-General.
– Qualitätsanforderungen werden häufig als wichtig genannt unter Einschluss von Standards für Evaluationen und Peer Review.
– Sorgen werden genannt zur Sichtbarkeit europäischer Forschung, besonders, wenn sie in nichtenglischen Sprachen publiziert werden.
– Weitere Forschung, vor allem auch zur Interoperabilität wird betont.

134 Antworten stimmen der Empfehlung A1: Der öffentliche Zugang zu Resultaten aus öffentlich geförderter Forschung muss garantiert werden.
Das Spektrum reicht vom Nobelpreisträger Richard J. Roberts “Open Access is the only model of the future and the debate should be how we can get there as quickly as possible bis zur Ablehnung von Open Access durch Reed Elsevier, Thieme Publishing, Biochemical Society, Association of American Publishers.

Ke Perspectives Ltd betont die Chancen durch neue leistungsfähige Werkzeuge zum Text/Daten-Verarbeitung, wenn dies erst einmal über eine genügend große Menge von Open Access Dokumenten angewendet werden kann, neue und nützliche Information könne so aus verteilten vorhandenen Dokumenten gewonnen werden,- ein Mehrwert von Open Access.

Weiterführende Texte:
Texte der einzelnen Antworten an die EU.

Der gesamte Text der Studie der EU.

EU Bericht zum Markt der wissenschaftlichen Publikationen

Die EU hat am 6.10.2006 eine Zusammenfassung der Antworten auf ihre öffentliche Konsultation zur ökonomischen und technischen Evolution des wissenschaftlichen Publikationsmarktes in Europa veröffentlicht.

study on the economic and technical evolution of the scientific
publication markets in Europe
(European Commission, Research Directory-General Directorate L
Science, economy and society; Governance and ethics; 6.10.2006)

Als zentrale Ergebnisse der Umfrage (170 Rückäußerungen: 60 Forscher, 35 akademische Organisationen, 58 Bibliotheken, 17 Verlage) werden genannt:
– die professionelle Verbreitung wissenschaftlicher Information wird auch in Zukunft als sehr wichtig angesehen.
– Die meisten Befragten stimmen den Empfehlungen und Schlüssen der Studie zu, während Verlage im allgemeinen kritisch bleiben.
– Es gibt eine signifikante Unterstützung der Empfehlung, dass aus öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsergebnisse auch öffentlich zugänglich sein müssen (Open Access); Einige Verlage haben hier Bedenken.
– Langzeitarchivierung wird als sehr wichtig angesehen und stehe im engen Zusammenhang mit der freien Zugänglichkeit der Dokumente.
– Mehrere Antworten betonen den starken Zusammenhang zwischen Themen der wissenschaftlichen Publikation und der European Digital Library initiative of the Information Society Directorate-General.
– Qualitätsanforderungen werden häufig als wichtig genannt unter Einschluss von Standards für Evaluationen und Peer Review.
– Sorgen werden genannt zur Sichtbarkeit europäischer Forschung, besonders, wenn sie in nichtenglischen Sprachen publiziert werden.
– Weitere Forschung, vor allem auch zur Interoperabilität wird betont.

134 Antworten stimmen der Empfehlung A1: Der öffentliche Zugang zu Resultaten aus öffentlich geförderter Forschung muss garantiert werden.
Das Spektrum reicht vom Nobelpreisträger Richard J. Roberts “Open Access is the only model of the future and the debate should be how we can get there as quickly as possible bis zur Ablehnung von Open Access durch Reed Elsevier, Thieme Publishing, Biochemical Society, Association of American Publishers.

Ke Perspectives Ltd betont die Chancen durch neue leistungsfähige Werkzeuge zum Text/Daten-Verarbeitung, wenn dies erst einmal über eine genügend große Menge von Open Access Dokumenten angewendet werden kann, neue und nützliche Information könne so aus verteilten vorhandenen Dokumenten gewonnen werden,- ein Mehrwert von Open Access.

Weiterführende Texte:
Texte der einzelnen Antworten an die EU.

Der gesamte Text der Studie der EU.

CERN plant, Hochenergiephysik-Artikel insgesamt Open Access zugänglich zu machen

In Heft April 2006 S.7 der Mitgliederzeitschrift der DPG Physik Journal wird berichtet, dass CERN plane, alle Hochenergiephysik-Zeitschriften pauschal Open Access zugänglich zu machen.
Als Geschäftsmodell wird ein Sponsoring durch die Hochenergie-Forschungszentren mit einem Dauervertrag mit den beteiligten Verlagen angestrebt.
Als Vorteil wird gesehen, dass der wissenschaftliche Impact des Faches erhöht wird, sowie auch die Sichtbarkeit.
Rüdiger Voss, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe wird dort zitiert mit dem bemerkenswerten Satz:
die zugehörigen Verlage “eingesehen haben, dass ein auf Open Access beruhendes Geschäftsmodell eine auf Dauer tragfähige Lösung ist.”
Als Umfang werden 5-6 Mill. Euro geschätzt.

Siehe Open Access Publishing in Physics; Report of the Task Force; CERN; June 2006; edited by Rüdiger Voss

CERN plant, Hochenergiephysik-Artikel insgesamt Open Access zugänglich zu machen

In Heft April 2006 S.7 der Mitgliederzeitschrift der DPG Physik Journal wird berichtet, dass CERN plane, alle Hochenergiephysik-Zeitschriften pauschal Open Access zugänglich zu machen.
Als Geschäftsmodell wird ein Sponsoring durch die Hochenergie-Forschungszentren mit einem Dauervertrag mit den beteiligten Verlagen angestrebt.
Als Vorteil wird gesehen, dass der wissenschaftliche Impact des Faches erhöht wird, sowie auch die Sichtbarkeit.
Rüdiger Voss, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe wird dort zitiert mit dem bemerkenswerten Satz:
die zugehörigen Verlage “eingesehen haben, dass ein auf Open Access beruhendes Geschäftsmodell eine auf Dauer tragfähige Lösung ist.”
Als Umfang werden 5-6 Mill. Euro geschätzt.

Siehe Open Access Publishing in Physics; Report of the Task Force; CERN; June 2006; edited by Rüdiger Voss